Die glücklichen Menschen lieben und sind geliebt.
Aber materielles Glück ist flackernd.
Folgende Geschichte veranschaulicht dies.
Ramdas war Taxifahrer in Vraja. Das Unternehmen hat ihn gekündigt.
Sein liebevoller Vater fragte: »Lieber Sohn, wie gehst du mit dieser Kündigung um?«
Der Sohn antwortete: »Es geht mir wirklich schlecht!«
Der Vater sagte: »Glück oder Leid, das sehen wir noch.«
Ramdas zog ins kleine Dorf zum Vater um.
Er genoss die frische Luft und Gesellschaft seines Vaters.
Oft ging er in den Wald, um Holz zu holen.
Eines Tages bemerkte er dort ein hübsches Kalb. Ramdas streichelte es vorsichtig und suchte nach seiner Mutter – Kuh in der Gegend. Er fand sie nicht. Während er überlegte, folgte ihm das kleine Kalb. So kehrten die beiden gemeinsam nach Hause.
Der Sohn rief seinen Vater: »Schau, was für Glück wir haben! In Zukunft bringt uns dieses Kalb viel Milch!«
Der Vater beantwortete: »Glück oder Leid, das sehen wir noch« und fütterte das Kalb mit Milch.
Am nächsten Morgen verschwand das kleine Kalb.
»Was für Leid!« weinte der Sohn.
Sein Vater sprach: »Glück oder Leid, das sehen wir noch« und tröstete seinen Sohn.
Am Nachmittag holte Ramdas Holz. Im Wald sah er das gleiche Kalb. Es hüpfte glücklich um seine Mutter – Kuh herum. Er möchte nicht stören und ging nach Hause. Aber Kuh und Kalb folgten ihm.
Der Vater vorbereitete einen kleinen Nebenraum für Kalb und Kuh.
»Was für Glück! Jetzt haben wir genug Milch!« redete der Sohn.
Der Vater erwiderte: »Glück oder Leid, das sehen wir noch.«
Am achten Tag fiel das Kalb in einen Fluss. Ramdas rettete es, aber gleichzeitig verletzte sich selbst dabei.
»Was für Leid und Unglück!« schrie der Sohn.
Sein Vater entgegnete: »Glück oder Leid, das sehen wir noch.«
Glück und Leid erscheinen und verschwinden im Laufe der Zeit.
Die gleichen dem Kommen und Gehen von Sommer und Winter.
Man muss lernen, sie zu dulden, ohne sich verwirren zu lassen.
Audio: GLÜCK IM LAUFE DER ZEIT?

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